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Frau Holle

Märchen der Woche: ❄️ Die falsche Frau Holle

Es war einmal eine Witwe, die hatte zwei Töchter. Die eine war hübsch und fleißig, die andere hässlich und faul. Die fleißige Schwester musste jeden Tag am Brunnen sitzen und arbeiten. Eines Tages fiel ihr aus Versehen ihre goldene Kugel in den tiefen Brunnen.

Das Mädchen weinte bitterlich, sprang in den Brunnen, um sie zurückzuholen, und verlor die Besinnung. Als sie erwachte, befand sie sich auf einer wunderschönen, sonnigen Wiese. Sie ging einen Weg entlang und kam zu einem Backofen voller Brot. Das Brot rief: "Ach, zieh mich raus, zieh mich raus, sonst verbrenn ich!" Das Mädchen nahm den Brotschieber und holte alles Brot brav heraus.

Dann kam sie an einem großen Baum vorbei, der hing voller Bananen. Der Baum rief: "Ach, schüttel mich, schüttel mich, wir sind alle miteinander reif!" Das Mädchen schüttelte den Baum kräftig, bis keine einzige mehr oben war, und sammelte sie alle ordentlich auf.

Schließlich kam sie zum Haus von Frau Holle. Die alte Frau mit den großen Zähnen sagte freundlich: "Bleib bei mir! Wenn du meine Betten jeden Morgen gut schüttelst, dass die Federn fliegen, dann schneit es unten auf der Welt." Das Mädchen half ihr jeden Tag fleißig. Als sie wieder nach Hause wollte, führte Frau Holle sie zu einem großen Tor. Als sie hindurchging, fiel ein gewaltiger Goldregen auf sie herab, und sie kehrte als Goldmarie nach Hause zurück.

Ihre faule Schwester wollte nun auch so viel Gold haben. Sie sprang ebenfalls in den Brunnen, war aber auf der Wiese viel zu faul, um dem Brot und dem Baum zu helfen. Auch bei Frau Holle wollte sie die Betten nicht richtig aufschütteln und schlief lieber lange. Da kündigte ihr Frau Holle den Dienst und schickte sie nach Hause. Doch als die Faule durch das Tor ging, fiel kein Gold auf sie herab, sondern ein dicker Schwall grüner Wackelpudding. Und der ging ihr Lebtag nicht mehr ab.

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