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Der Teufel mit den drei goldenen Haaren
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Märchen der Woche: 👑 Der Teufel mit den drei goldenen Haaren

Es war einmal ein Junge, der wurde mit einer Glückshaut geboren. Ihm wurde vorausgesagt, dass er mit vierzehn Jahren die Tochter des Königs heiraten werde. Der gierige und mitleidlose König wollte das Schicksal vereiteln, kaufte den Säugling und warf ihn in einer Schachtel in den Fluss. Doch das Kind ging nicht unter und wurde von einem Müllerpaar liebevoll aufgezogen.

Vierzehn Jahre später versuchte der König erneut, den Jüngling loszuwerden, und schickte ihn mit einem Todesbrief zur Königin. Unterwegs übernachtete der Junge jedoch in einer Räuberhöhle. Die Räuber hatten Mitleid und tauschten den Brief heimlich aus – so wurde er kurz darauf im Schloss mit der Prinzessin verheiratet. Zornig stellte der König eine scheinbar unlösbare Bedingung: Der Glücksjunge musste ihm die drei goldenen Haare des Teufels aus der Hölle bringen.

Auf dem Weg zur Hölle kam der Junge an drei Stationen vorbei, wo man ihn um Rat bat:

  • Warum führt ein Brunnen, der sonst Wein gab, nicht einmal mehr Wasser?
  • Warum trägt ein Baum, der sonst goldene Äpfel trug, nicht einmal mehr Blätter?
  • Warum muss ein Fährmann unaufhörlich Menschen über den Fluss setzen und wird niemals erlöst?

In der Hölle half ihm die kluge Großmutter des Teufels. Sie verwandelte den Jungen in eine Ameise, versteckte ihn in ihren Rockfalten und riss dem schlafenden Teufel nacheinander die drei goldenen Haare aus. Dabei entlockte sie ihm im Traum die Antworten:

  • Im Brunnen sitzt eine Kröte; tötet man sie, fließt der Wein wieder.
  • An den Wurzeln des Baumes nagt eine Maus; erlegt man sie, wachsen wieder goldene Äpfel.
  • Wenn der Fährmann dem nächsten Passagier die Stange in die Hand drückt, ist dieser gefangen und er selbst frei.

Der Junge löste auf dem Rückweg die Rätsel und erhielt zum Dank vier Esel beladen mit purem Gold. Als der König diesen Reichtum sah, trieb ihn seine eigene Gier ebenfalls zum Fluss, um noch mehr Schätze zu holen. Doch der schlaue Fährmann drückte ihm die Stange in die Hand – und so muss der gierige König dort bis zum heutigen Tage die Menschen übersetzen, während der Glückssohn zufrieden mit seiner Prinzessin regierte.

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